Patentmuster stricken

Patentmuster stricken mit Video

Klassisches Patentmuster – Vollpatent

Gestricktes im Patentmuster ist sehr voluminös, elastisch und hält besonders warm. Das Vollpatent dehnt sich besonders stark in die Weite. Patentmuster stricken eignet sich in erster Linie für Wollgarne. Man benötigt deutlich mehr Wollgarn als für glatt rechts Gestricktes. Durch das höhere Gewicht des Strickstücks ist auf stabilisierende Seitennähte zu achten. Patentmuster sollten nicht gedämpft werden!

Patentmuster aus Seide oder Viscose sind nicht sehr formstabil, Patentgestrick aus Baumwolle wird durch den hohen Garnverbrauch sehr schwer.

Patentmuster Randmaschen

  • Werden die Ränder des Strickteils im Patentmuster nicht in Nähten verarbeitet, ist es vorteilhaft, den sogenannten Patentrand zu verwenden: Über die ersten und letzten 3 Maschen jeder Reihe werden die rechten Maschen rechts gestrickt und die linken Maschenmit dem Faden vor der Masche wie zum Linksstricken abgehoben.
  • Als Randmaschen für Ränder, die später zusammengenäht werden sollen, eignet sich vor allem der sogenannte Schweizer Rand. Hierbei werden jeweils die erste und die letzte Masche jeder Reihe links gestrickt. Das ergibt einen sehr festen Rand und stabilisierende Nähte.

Patentmuster stricken mit rechten Patentmaschen

Beim Patentmuster muss immer eine ungerade Maschenanzahl angeschlagen werden. Danach wird folgendermaßen weitergestrickt:

1. Reihe (Hinreihe): Randmasche, dann * 1 Masche mit 1 Umschlag wie zum Linksstricken abheben, 1 Masche rechts * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben, Randmasche.




2. Reihe (Rückreihe): Randmasche, * 1 Masche mit dem Umschlag rechts zusammenstricken, 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit dem Umschlag rechts zusammenstricken, Randmasche.

3. Reihe: Randmasche, * 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben, 1 Masche mit dem Umschlag rechts zusammenstricken * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben, Randmasche.

Die 2. und 3. Reihe werden abwechselnd wiederholt.

Patentmuster stricken
Patentmuster stricken: Die jeweils linken Maschen werden wie zum links stricken nur abgehoben, der Arbeitsfaden bleibt auf der Nadel. Die jeweils rechten Maschen werden mit dem dazugehörigen Umschlag rechts gestrickt.

Patentmuster zweifarbig

Das zweifarbige Vollpatentmuster eignet sich besonders gut für Schals oder angesagte Loops. Der coole Mix aus Schwarz und Weiss ist der geniale Eyecatcher im Winter 2013. Beim zweifarbigen Patentmuster wird nach jeder Reihe die Farbe gewechselt. Dazu benötigt man zwei Rundstricknadeln, damit man nach dem Stricken der Hinreihe alle Maschen der Reihe von der einen zur anderen Nadelspitze schieben kann. 

Der Effekt beim zweifarbigen Patentmuster ist besonders attraktiv. Während eine Farbe oben liegt, erscheint die zweite Farbe in den Vertiefungen. Auf der Rückseite kommen die beiden Farben genau umgekehrt zur Geltung. Dazu wird nach jeder Strickreihe die Farbe gewechselt. Das funktioniert nur mit einer Rundstricknadel und dem Anschlag einer ungeraden Maschenanzahl. Nach dem Stricken der ersten Hinreihe werden alle Maschen von der linken Nadelspitze wieder zurück zur rechten Nadelspitze geschoben. Nun werden alle Maschen mit der zweiten Farbe erneut gestrickt. Anschließend wird gewendet und zwei Rückreihen werden auf die gleiche Art und Weise gestrickt. Für einen festen Rand werden die Randmaschen in allen ungeraden Reihen links, in allen geraden Reihen rechts gestrickt.

Patentmuster zweifarbig
Patentmuster stricken – zweifarbiges Vollpatent. Durch Zu- und Abnahmen lassen sich wunderschöne Muster kreieren. Zum Beispiel Brioche stricken mit Zwiebelmuster

1. Reihe (2. Hinreihe, Farbe B): Randmasche, * 1 Masche rechts, 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben * wird fortlaufend wiederholt, enden mit 1 Masche rechts, 1 Randmasche. Nach der 2. Hinreihe wenden.
2. Reihe (1. Rückreihe, Farbe A): Randmasche, * 1 Masche mit Umschlag links abheben, 1 Masche mit Umschlag links zusammenstricken * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben, Randmasche. Alle Maschen zur rechten Nadelspitze zurückschieben.
3. Reihe (2. Rückreihe, Farbe B): Randmasche, * 1 Masche mit 1 Umschlagrechts zusammenstricken, 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit 1 Umschlag rechts zusammenstricken, Randmasche, Arbeit wenden.
4. Reihe (1. Hinreihe, Farbe A): Randmasche, * 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben, 1 Masche mit 1 Umschlag rechts zusammenstricken * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben, Randmasche. Alle Maschen zur rechten Nadelspitze zurückschieben.
5. Reihe (2. Hinreihe, Farbe B): Randmasche, * 1 Masche mit 1 Umschlag links zusammenstricken, 1 Masche mit 1 Umschlag links abheben * fortlaufend wiederholen, enden mit 1 Masche mit 1 Umschlag links zusammenstricken, Randmasche, Arbeit wenden.

Die 2. – 5. Reihen sind fortlaufend zu wiederholen.

Loop im Patentmuster stricken

Ein Loop ist ein geschlossener Schal, der um den Hals geschlungen wird. Es gibt keine lose Enden. Im Patentmuster gestrickt, ist der Schal besonders warm, da das lockere Gestrick viel Wärme speichert. Wir verwenden 1 Rundstricknadel Nr. 6 mit der passenden Wolle (ca. 300 g – der Garnverbrauch für Vollpatent liegt um fast 40 % höher als für glatt rechts Gestricktes). Umfang: 100 cm, Beite 38 cm. Maschenprobe: 10 x 10 cm = 14 Maschen x 34 Reihen. Maschen Anschlag:  57 Maschen, es wird quer gestrickt. Nicht vergessen, dass stets 2 Hin- und Rückreihen hintereinander folgen. Dafür die Maschen immer an das andere Ende der Nadel zurückschieben. Nach 100 cm ab Anschlag werden die Maschen locker abgekettet. Ausarbeitung: Das Strickteil wird angefeuchtet und gespannt. Nach dem Trocknen werden Anschlag- und Abkettrand zusammengenäht